Rauchwarnmelder

Rauchwarnmelder / Hintergrund
Etwa 95 Prozent der Brandtoten sterben an einer Rauchvergiftung, da der Geruchssinn während des Schlafes weitestgehend ausgeschaltet ist und Rauch daher nicht wahrgenommen wird. Drei bis vier Atemzüge können schon ausreichen, um an einer Rauchvergiftung zu sterben. Daher ist die Installation und Wartung von Rauchwarnmeldern nur in Ihrem Interesse.

Für wen gilt die Rauchwarnmelder-Pflicht?
Die Rauchmelderpflicht gilt für alle Wohnungen in Hamburg, sowohl Neubauten, als auch Bestandsbauten. Vermieter und selbstnutzende Eigentümer müssen Rauchwarnmelder in Wohnungen einbauen und den Betrieb sicherstellen. Defekte Rauchwarnmelder sind vom Vermieter zu ersetzen.

Wartungspflicht von Mietern und selbstnutzenden Eigentümern
Die Gesetzgebung sieht vor, daß die Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder vom unmittelbaren Besitzer der Wohnung, also durch den Mieter bzw. durch den selbstnutzenden Eigentümer sicherzustellen ist. Dazu gehören auch die regelmäßige (jährliche) Funktionsprüfung und die Wartung !

Wo bzw. wie sind Rauchwarnmelder zu installieren?
Das Gesetz § 45 Absatz 6 (HBauO) Hamburgische Bauordnung regelt die Montage und die Wartung für Rauchwarnmelder nach der DIN 14676. Wichtig ist, dass alle Kinderzimmer und Schlafzimmer gesichert sind. Zudem müssen Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, mit jeweils mindestens einem Rauchwarnmelder ausgestattet sein.
Rauchwarnmelder müssen so angebracht werden, dass brandbedingter Rauch frühzeitig erkannt und signalisiert wird. Dafür muß Rauch den Rauchwarnmelder ungehindert erreichen können. In der Regel ist ein Rauchwarnmelder pro Raum ausreichend. Bei großen Räumen, bei verwinkelten Räumen oder langen Fluren sind ggf. weitere Rauchwarnmelder erforderlich. Die Rauchwarnmelder sind mittig im Raum an der Decke und mindestens 50 cm von Wand, Unterzug oder Einrichtungsgegenständen anzubringen. Rauchwarnmelder können mit Schrauben oder Klebepad an der Decke befestigt werden.

Kosten für die Installation von Rauchmeldern?
Für die Installation von Rauchwarnmeldern ist der Vermieter zuständig. Es handelt sich dabei um eine Nachrüstverpflichtung, die der Vermieter allerdings nicht zu vertreten hat. Die Kosten, die dem Vermieter durch die erstmalige Installation von Rauchwarnmeldern im laufenden Mietverhältnis entstehen, können im Rahmen der Modernisierungsmieterhöhung gem. § 559 BGB (insgesamt maximal 11 Prozent jährlich der für die Wohnung aufgewendeten Kosten) auf den Mieter umgelegt werden.

Welche Rauchwarnmelder dürfen eingesetzt werden ?
Es dürfen ausschließlich Rauchwarnmelder verbaut werden, die nach der DIN EN 14604 in Verkehr gebracht wurden und ein entsprechendes CE-Zeichen tragen. Zu empfehlen sind z. B. Geräte, die von Stiftung Warentest nach verschiedensten Kriterien getestet, und mit ausgezeichneten Gesamtnoten bewertet wurden. Vor allem auch die Montage und Inbetriebnahme der Geräte sollte beachtet werden, da sich der Aufwand je nach Bauart deutlich unterscheiden kann.

Warum ist die Prüfung /Wartung sinnvoll ?
Die meisten der modernen Rauchmelder arbeiten nach dem optoelektronischen Streulichtprinzip. Eine Lichtquelle im Gerät durchleuchtet alle paar Sekunden in Form eines Lichtblitzes die Messkammer des Rauchmelders. Sind Rauchpartikel in einer bestimmten Konzentration in die Kammer eingedrungen, wird der Lichtblitz reflektiert. Das Streulicht trifft auf eine Fotozelle, die über eine Elektronik ein 85 Dezibel lautes Piezo-Horn auslöst.

Aus diesem Grund muss jährlich überprüft werden, ob die Messkammer frei von Staub ist da sonst der Rauchwarnmelder vom Rauch nicht mehr erreicht werden kann. Auch wird kein Alarm ausgelöst, wenn die Batterie leer ist. Im Fall einer leeren Batterie kommt weder ein Alarm noch nützt eine Funktechnik zur Eigenprüfung des Melders per Funk.
Daher gilt nach wie vor für alle Rauchwarnmelder die gesetzlich verankerte Vorschrift zur regelmäßige (jährlichen) Funktionsprüfung sowie die Wartung.

Bedenken Sie bitte; Die Behörden werden nicht flächendeckend nach Verstößen kontrollieren. Wenn es jedoch brennt und kein Rauchmelder angebracht war, können Sie im für Sie günstigsten Fall nur Ärger mit Ihrer Versicherung bekommen. Um Kleinstbeträge pro Jahr zu sparen gehen Sie also bei nicht Ausstattung ein Risiko ein, dass Ihre Versicherungspolice schmälert. Da hätten Sie vermutlich mit einem anderen Versicherungsvertrag mehr sparen können und nebenbei mit den Meldern noch Ihre eigene Sicherheit erhöht.